Cava – Tests, News und Empfehlungen. Probieren Sie selbst!

Cava-test.de informiert Sie über spanischen Cava. Testberichte, News und Empfehlungen helfen bei der Auswahl und Entscheidung. Sie finden hier einen Überblick zu den spanischen Cavas, der Herstellung und Hintergründen. Neben den Empfehlungen finden Sie auch Beiträge zur Herstellung des edlen Getränks. Eine Übersicht zu den Kellereien in und um Barcelona, dem Herzen des Cavas, haben wir natürlich auch für Sie vorbereitet!

Preisbewusster Genuss von Luxus

Die Partys der Schönen und Reichen, der Mächtigen, Siege im Sport lassen den Betrachter glauben, das nur Champagner der Luxusschaumwein schlechthin ist. Allerdings wenn man tiefer in die Materie eintaucht, stellt man sehr schnell fest das auch Deutsche Winzerweine, ein französischer Crémant und ganz besonders spanische Schaumweine, den Cavas, nach der traditionellen Methode hergestellt, den Schaumweinen aus der Champagne ebenbürtig und zum Teil sogar geschmacklich hochwertiger sind.

Korken mit Agraffe

© Gina Sanders – fotolia

 

Luxus ist bezahlbar

Als Spanien und Luxusliebhaber im Bezug zu Essen und Trinken, nimmt cava-test.de  Sie mit auf eine Rundreise durch die spanischen Cavas. Dabei werden Sie schnell feststellen, das der vermeintlich Luxus in Form von hervorragenden Cavas auch mit dem kleinen Geldbeutel bezahlbar ist.

Eine Auszeit vom Alltag, sich mal was gönnen. In guter Gesellschaft, zu Zweit oder bei einem feinen Essen. Was ist da besser geeignet als ein Gläschen spanischer Schaumwein – dem Cava, der seinen Preis wirklich Wert ist.

Cava unterliegt strengen Anforderungen und Auflagen. Er wird nach der gleichen Methode wie ein, nicht selten überschätzter, Champagner hergestellt.

Die grössten Cava Produzenten

Der spanische Cava (=Keller) wird zu 95% in der Weinbauregion Penedès westlich von Barcelona produziert. Derzeit sind 159 Gemeinden zugelassen für die Produktion von Cava zugelassen.

Das Preis-/Leistungsverhältnis von Cava ist unter Kennern schon lange kein Geheimnis mehr und bringt den Champagner mehr und mehr in Bedrängnis.

Hier in Deutschland kennt man meist den Cava der Firma Freixenet – einem der Grössen spanischer Cava-Produzenten.

Zum anderen ist da die Firma Codorníu die zweite Grösse der spanischen Schaumweinhersteller.

Beide Firmen haben ihren Firmensitz ca. 50 km von Barcelona, in der Stadt Sant Sadurní d’ Anoia.

Es gibt noch ca 270 weitere Kellereien unterschiedlicher Größe, die alle sehr ambitioniert qualitativ hochwertigen Cava produzieren. Ein guter Cava reift nach der traditionellen Methode in der Flasche – ganz so wie ein Champagner und liegt mindestens 9 Monate auf Hefe. Ein Gran Reserva liegt sogar mindestens 30 Monate auf Hefe!

Woher kommt die Kohlensäure?

Ein wichtiges Kriterium eines Schaumweins ist die Kohlensäurle. Man unterscheidet dabei Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäure und Schaumweinen mit natürlicher Kohlensäure.

Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäure

Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäure stellen die niedrigste Qualitätsstufe dar. Es wir kein Gärungsprozeß durchlaufen der die Kohlensäure produziert. Meist werden diese Schaumweine in riesigen Tanks mit Kohlensäure versetzt und sind innerhalb weniger Wochen bereit für die Abfüllung.

Die Enttäuschung findet dann nicht nur Geschmacklich, sondern auch im Glas statt. Die großen Kohlensäure Perlen sind schnell verflogen und es bleibt der schale Geschmack des minderwertigen.

Schaumweine mit natürlicher Kohlensäure

Gleich nach dem öffnen und einschenken in ein Sektglas – möglichst mit Moussierpunkt, ist an der feinen aufsteigenden Perle leicht zu erkennen, das es sich um einen Schaumwein handelt, der seine Kohlensäure durch den zweiten Gärungsprozeß erhalten hat.

Durch den Einsatz von Zucker und Hefe wird in der Flasche ein zweiter Gärungsprozeß ausgelöst. Dieser Prozeß benötigt Zeit. Daher verwundert es nicht, dass hochwertige Schaumweine bis zu 5 Jahren benötigen, bevor diese in den Handel gelangen.

Wenn beide Gärvorgänge in der Flasche stattgefunden haben, ist dies der höchste Qualitätsstandard. Für spanische Cava ist diese traditionelle Methode zwingend vorgeschrieben.

Die “Méthode rurale” als Ausnahme

Zu den Anfängen der Schaumweinherstellung war der zweite Gärvorgang noch nicht bekannt. In dieser ältesten Herstellungsart wird der Traubenmost in Großbehältern, ohne weiteren Zusatz von Zucker und Hefe, in nur einem einzigen Gärvorgang zu Schaumwein.

Es gibt heute noch ein paar wenige Hersteller die mit dieser Methode produzieren.

Ein Getränk für jeden Anlass

Cavaflaschen

© svariophoto – fotolia

 

Der weisse Cava wird aus den Rebsorten Xarel.lo, Parellada, Macabeio Subirat, Chardonnay und dem Pinot Noir  hergestellt. Der Pinot Noir ist dabei erst seit 2007 zugelassen. Für einen Rosé (Rosado) werden die Trauben Monastrell, Garnacha und Pinot Noir verwendet.

Die Garnacho Noir ist eine der meist angebauten Rebsorten der Welt.

Einen echten Cava erkennt man auch nach dem öffnen der Flasche am Korken. Bei einem echten Cava ist im Korken ein Stern eingebrannt. Andere Symbole wie z.B. ein Rechteck, Kreis oder Dreieck weisen auf Schaumweine hin die nur rund zwei Monate auf Hefe lagen. Diese Schaumweine dürfen sich nicht Cava nennen.

In Spanien spielt es keine Rolle ob Aperitif, Mittagessen oder das gesellige Beisammen sein am Abend. Es findet sich immer eine Gelegenheit einen Cava zu geniessen.

Für Aperitifs eignet sich ein Junger Brut ganz gut. Der junge Brut wird aber auch für Cocktails oder für Vorspeisen verwendet. Trockene Cavas sind sehr gut zu Fleischgerichten zu trinken, wobei sich ein Reserva bestens zu Rindfleisch geniessen lässt. Dies bleibt aber letztendlich dem eigenen Geschmack vorbehalten. Schauen Sie in doch mal in unsere Empfehlungen.

Das wichtigste ist, das jeder Cava mit seiner optimalen Trinktemperatur  serviert wird.

Salud!